INTERREG-Partnertreffen in Lanzenkirchen

Veröffentlichungsdatum28.09.2026Lesedauer2 MinutenKategorienAllgemein
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Am Donnerstag, dem 24. September, fand in Lanzenkirchen das Partnertreffen des INTERREG-Projekts „Royal Traces" statt. Mit dem länderübergreifenden Projekt soll das kulturelle Erbe bedeutender Adelsgeschlechter der niederösterreichisch-slowakischen Grenzregion – Liechtenstein, Pálffy, Bourbon und Esterházy auf ein neues Qualitätsniveau gehoben werden. Im Mittelpunkt steht die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Musik und Tourismus, um die Region langfristig und nachhaltig zu entwickeln. Lanzenkirchen bringt sich dabei mit der Geschichte der Bourbonen ein.

Das Projekt liegt insgesamt im Zeitplan. Bei den österreichischen Partnern, der Gemeinde Wilfersdorf und der Marktgemeinde Lanzenkirchen, verläuft die Umsetzung planmäßig. Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Positionierung der ROYAL TRACES Kulturroute als vom Europarat zertifizierte Kulturroute von europäischer Bedeutung. In Lanzenkirchen nimmt das Projekt bereits sichtbare Formen an. Im Untergeschoss der Gemeinderäumlichkeiten soll ein historischer Treffpunkt entstehen, der die Geschichte der Bourbonen erlebbar macht. Einen ersten Meilenstein gibt es bereits: Der Bourbonensaal wurde am 24. August eröffnet und markierte den Startschuss des Projekts. Es steht auch ein konkreter Termin für die Eröffnung des Bourbonenzentrums in Aussicht: 22. Mai 2027 

Bürgermeister Bernhard Karnthaler dazu: „Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bald können wir die Geschichte des Grafen von Chambord noch sichtbarer machen. Er ist außerdem wieder zuhause: Dank unseres Historikers Günter Fuhrmann haben wir ein echtes Gemälde des Grafen wieder in unserem Besitz.“ So findet ein bedeutendes Stück Regionalgeschichte den Weg zurück in seine einstige Heimat. Historiker Günter Fuhrmann gelang es ein Porträt von Henri d’Artois, dem Grafen von Chambord, zu ersteigern. Bei dem nach Lanzenkirchen gebrachten Werk handelt es sich um eine zeitgenössische Fassung, die einst von Frankreich nach Schloss Frohsdorf geschickt wurde. Das monumentale, vier Meter große Original des Gemäldes hängt bis heute im berühmten französischen Schloss Chambord. Mit der Rückkehr dieses Bildes schließt sich für die Bourbonen-Geschichte in Frohsdorf ein historischer Kreis.

Mit dem Partnertreffen ist der nächste Projektabschnitt eingeläutet. In den kommenden Monaten stehen die Detailplanung und Umsetzung des historischen Treffpunkts im Untergeschoss der Gemeinderäumlichkeiten im Vordergrund.